Entwicklung eines OT-Notfallmanagement für kritische Infrastrukturen

Der Kunde betreibt über 10.000 OT-Anlagen deutschlandweit und verfügte historisch gewachsen bereits über viele Bestandteile eines wirksamen OT-Notfallmanagements – jedoch verteilt über die Organisation und ohne ineinandergreifende Prozesse. Eine KRITIS-Nachweisprüfung hatte dies als Feststellung an das BSI gemeldet. Wir haben eine idealtypische Ende-zu-Ende-Prozesslandkarte entwickelt, die bestehenden Prozesse mit ihren Inhabern analysiert und ihr Zusammenwirken in einer Szenarioanalyse geprüft – Basis für ein abgestimmtes Konzept, eine Maßnahmenliste und die initiierte Umsetzung.

Herausforderung

Ausgangslage: Der Kunde betreibt über 10.000 OT-Anlagen deutschlandweit und fiel entsprechend auch unter die KRITIS-Verordnung. Historisch gewachsen verfügte er bereits über verschiedene Bestandteile eines wirksamen OT-Notfallmanagements.

Problem: Die Bestandteile waren an unterschiedlichen Stellen der Organisation verankert, die individuellen Prozesse griffen nicht ineinander und entsprechend fehlten relevante Bestandteile an den Schnittstellen. Dies wurde auch bei einer KRITIS-Nachweisprüfung festgestellt und als entsprechende Feststellung an das BSI gemeldet.

Bedarf: Entwicklung und Initiierung der Umsetzung eines organisatorischen OT-Notfallkonzepts mit Fokus auf eine Ende-zu-Ende-Wirksamkeit (Notfallvorsorge, Notfallbehandlung und Notfallnachsorge).

Vorgehensweise

1

High-Level-Definition einer idealtypischen Ende-zu-Ende-Prozesslandkarte für das OT-Notfallmanagement

2

Identifizierung und Analyse definierter Prozesse, Durchführung von Interviews mit den Prozessinhabern (BCM, CISO-Bereich, Assetverantwortliche, Großstörungsmanagement, SOC, lokale Störungsmanager)

3

Einordnung der definierten Prozesse in die Prozesslandkarte und Analyse des Zusammenwirkens der Prozesse mittels Szenarioanalyse mit den Beteiligten

4

Ableitung von prozessualen und organisatorischen Verbesserungsbedarfen um Wirksamkeit des Gesamtprozesses sicherzustellen

5

Zusammenfassung Ergebnisse in einem OT-Notfallmanagementkonzept und Initiierung dessen Umsetzung

Ergebnis

Mehrstufige Prozesslandkarte für das OT-Notfallmanagement für Schulungs- und Prüfungszwecke

Mit allen Beteiligten abgestimmtes OT-Notfallmanagementkonzept

Maßnahmenliste zur Umsetzung des OT-Notfallmanagementkonzepts

Projektplan zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen

Initiierte Umsetzung des Projektplans (Projektaufsatz, Initiierung von Arbeitskreisen, Benennung des OT-Notfallmanagers als Inhaber des Gesamtprozesses)

"Mittels der Szenarioanalyse habe ich wirklich verstanden, wo wir noch Lücken haben – da müssen wir unbedingt dran."

Anwendungsbereiche

Das Vorgehen eignet sich für Betreiber kritischer Infrastrukturen, die bereits über einzelne Bestandteile eines OT-Notfallmanagements verfügen, diese aber nicht ineinandergreifend organisiert haben. Relevant ist es insbesondere dann, wenn eine KRITIS-Nachweisprüfung Schwachstellen an den Prozessschnittstellen sichtbar gemacht hat und ein abgestimmtes Konzept mit Maßnahmenplan und klarer Prozessverantwortung benötigt wird.

Weitere Projektbeispiele