Entwicklung alternativer Verfahren und Einführung eines digitalen Vegetationsmanagements
Ausgangslage: Der Kunde verwendet das Herbizid Glyphosat für die Vegetationskontrolle in der kritischen Infrastruktur. Aus Umweltschutzgründen und angesichts einer kritischen Betrachtung der Öffentlichkeit wurde der Ausstieg aus Glyphosat durch den Vorstand beschlossen.
Problem: Die manuelle Beseitigung von Vegetation ist zeit- und ressourcenintensiv. Können keine Alternativen gefunden werden, entsteht eine finanzielle Belastung von mehreren hundert Millionen Euro.
Bedarf: Um den Ausstieg aus Glyphosat kosteneffizient zu ermöglichen, müssen innerhalb von drei Jahren chemische und technische Alternativen der Vegetationskontrolle entwickelt und ein bedarfsgerechtes Vegetationsmanagement eingeführt werden.
Durchführung eines Open-Innovation-Workshops zur Identifizierung alternativer technischer Ansätze und potenzieller Kooperationspartner
Initiierung und Strukturierung eines Projektes zur systematischen Entwicklung alternativer chemischer, technischer und präventiver Verfahren zur Vegetationskontrolle
Pilotierung und Herstellung der produktiven Einsatzfähigkeit geeigneter alternativer Verfahren
Entwicklung und Einführung eines digitalen Vegetationsmanagements zur bedarfsgerechten Vegetationskontrolle. Basierend auf standardisierten Prozessen, Rollen und einer IT-Lösung zur Aufnahme und KI-basierten Auswertung von Streckenvideos, um Handlungsbedarfe zu erkennen und Maßnahmen zu planen.
Der Kunde konnte plangemäß auf den Einsatz von Glyphosat als Herbizid im Vegetationsmanagement verzichten
Über alle Regionalbereiche hinweg wurden die Prozesse des Vegetationsmanagements standardisiert und durch eine neu eingeführte IT-Lösung unterstützt
Erstmalig wird die Bewuchssituation in der kritischen Infrastruktur systematisch gemessen und ausgewertet
Alternative chemische, technische und präventive Verfahren wurden entwickelt und zur Einsatzreife geführt
Präventive Verfahren wurden in die Richtlinien für den zukünftigen Neubau von Infrastrukturanlagen aufgenommen
"Wir haben das Projekt von Anfang bis Ende gemeinsam durchgezogen. Vor allem die Kontinuität und die hohe Identifizierung mit dem Projekt durch die Mitarbeiter des Beratungsunternehmens haben mich begeistert!"
Das Vorgehen eignet sich für Infrastrukturbetreiber und Netzbetreiber, die ein bisher bewährtes Verfahren aufgrund regulatorischer oder politischer Vorgaben ablösen müssen und dabei kosteneffiziente Alternativen entwickeln und in den Betrieb überführen müssen. Relevant ist es insbesondere dann, wenn manuelle Alternativen wirtschaftlich nicht tragfähig sind und eine Kombination aus Open-Innovation-Ansatz, Pilotierung und digitalem Betriebsmanagement benötigt wird.