Anforderungsmanagement Materialnachverfolgung

Digitalisierte Materialnachverfolgung für alle Infrastrukturmaterialien

Im Zuge einer Hersteller-Rückrufaktion konnten schadhafte Materialien nicht ausfindig gemacht werden – das EBA forderte daraufhin eine gesamthafte, digitale Lösung zur Nachverfolgung des Lebenszyklus sicherheitskritischer Materialien. Wir haben den Status quo gemeinsam mit den Endanwendern erhoben, Ist- und Soll-Prozesse nach BPMN modelliert und daraus Anforderungen, Mockups und User Stories abgeleitet. Entstanden sind eine im ERP-Standard entwickelte Datenbank und mehrere Endanwender-Apps für rund 6.000 Nutzer in der Instandhaltung und den Werken.

Herausforderung

Ausgangslage: Im Zuge einer Hersteller-Rückrufaktion konnten schadhafte Materialien nicht ausfindig gemacht werden. Das EBA forderte eine gesamthafte, digitale Lösung zur Nachverfolgung eines Materiallebenszyklus über sicherheitskritische Materialien.

Problem: Materialalter und -herkunft können nicht lückenlos nachvollzogen werden. Zudem gibt es keine gesamthafte, serialnummernscharfe Übersicht mit allen relevanten Informationen über die verbauten Materialien in der Infrastruktur.

Bedarf: Entwicklung einer technologischen Lösung (Datenbank und Endanwender-App) zur standardisierten Materialnachverfolgung in der Infrastruktur.

Vorgehensweise

1

Bedürfnisanalyse und Erfassung des Status quo durch Gespräche mit Endanwendern

2

Erstellung eines betrieblichen Ist-Prozesses nach BPMN-Standard

3

Integrative Zielbilddefinition mit den identifizierten Fachbereichen und Ableitung des Soll-Prozesses

4

Anforderungen und IT-Features werden abgeleitet und in Mockups dargestellt

5

Validierung des Soll-Prozesses sowie der funktionalen Mockups und der Customer Experience

6

Nach Freigabe: Erstellung fachlicher und technischer User Stories zur Einplanung in IT-Entwicklungssprints

7

Review: Entwickelte Features werden mit Endanwendern geprüft und freigegeben

Ergebnis

Eine im ERP-Standard entwickelte Datenbank zur Materialnachverfolgung sowie zwei Apps für verschiedene Endanwendergruppen (ca. 6.000 Nutzer in der Instandhaltung) mit spezifischem Funktionsumfang

Alle Stakeholder wurden mit ihren Bedürfnissen identifiziert und in den gesamten Entwicklungsprozess eingebunden (Customer Centricity) sowie in HyperCare-Phasen weiter betreut

Durch kurze IT-Entwicklungszyklen konnten Änderungen kurzfristig umgesetzt und in Releases bereitgestellt werden

"Mit einem user-zentrierten Ansatz konnten mithilfe des Beratungsunternehmens die Bedürfnisse aller Stakeholder identifiziert werden und in iterativen IT-Entwicklungszyklen ohne Zeitverluste umgesetzt werden."

Anwendungsbereiche

Das Vorgehen ist relevant für Infrastrukturbetreiber und Netzbetreiber, die sicherheitskritische Materialien in großem Maßstab verbauen und deren Lebenszyklus lückenlos nachverfolgen müssen – etwa aufgrund regulatorischer Anforderungen oder nach Rückrufaktionen. Der nutzerorientierte Ansatz mit BPMN-Modellierung, Mockups und iterativen Entwicklungszyklen ist dabei auf alle Vorhaben übertragbar, in denen eine ERP-gestützte Lösung erstmalig für die operative Instandhaltung eingeführt wird.

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