Rollout automatisierter Schadenserkennung an Güterwagen

Ein Bahninfrastrukturbetreiber plante auf Kundenwunsch die Installation von Kamerabrücken zur automatisierten Erfassung hochauflösender Bilddaten von Güterwagen – für die digitale Schadensdokumentation und als Nebenleistung für Bahnverkehrsunternehmen. Fehlende Betriebsmodelle, ungeregelte Übergabeprozesse und komplexe Hersteller- und Stakeholderkoordination machten eine durchgängige Begleitung notwendig. Wir haben die Ausschreibungsunterlagen erstellt, die Herstellerauswahl begleitet, den Rollout gesteuert und das System in den stabilen Regelbetrieb überführt.

Herausforderung

Ausgangslage: Ein Bahninfrastrukturbetreiber plante auf Kundenwunsch die Installation von Kamerabrücken innerhalb der eigenen Infrastruktur, um Schäden an Güterwagen automatisiert zu erfassen und digital zu dokumentieren.

Problem: Für die Einführung mussten ein geeigneter Hersteller ausgewählt, die technischen und betrieblichen Anforderungen definiert und die Installation an verschiedenen Standorten koordiniert werden. Zudem fehlten ein einheitliches Betriebsmodell, geregelte Übergabeprozesse sowie klare Strukturen für das Incident Management und die kaufmännische Steuerung.

Bedarf: Benötigt wurde eine durchgängige Begleitung von der Vorbereitung der Ausschreibung über die Vergabe und den bundesweiten Rollout bis zur Überführung der Kamerabrücken in einen stabilen Regelbetrieb.

Vorgehensweise

1

Erstellung der erforderlichen Ausschreibungsunterlagen

2

Auswertung der Angebote und Begleitung der Bietergespräche

3

Erarbeitung einer Entscheidungsvorlage sowie Unterstützung bei der Erstellung der weiteren Vergabeunterlagen

4

Planung und Gesamtsteuerung des Rollouts einschließlich der Koordination von Dienstleistern und Stakeholdern

5

Entwicklung eines Betriebskonzepts, einer Produktlogik und geeigneter Übergabeprozesse

6

Untersuchung verschiedener Varianten für das Incident Management

7

Überführung der Kamerabrücken in den stabilen Regelbetrieb

Ergebnis

Auswahl des am besten geeigneten Herstellers anhand definierter Kriterien

Erstellung einer bundesweiten Standort- und Rolloutplanung

Installation von 13 Anlagen an acht Standorten

Überführung der Anforderungen und Prozesse in die relevanten Regelwerke

Entwicklung eines Betriebskonzepts für den zukünftigen Regelbetrieb

Ableitung einer fundierten Handlungsempfehlung für das Incident Management

Aufbau einer Produktlogik und einer kaufmännischen Steuerung

Transformation der Leistungserbringung mit einer Reduzierung der eingesetzten Vollzeitkapazitäten bei den nutzenden Bahnverkehrsunternehmen um 25 Prozent

Anwendungsbereiche

Das Projekt adressiert Bahninfrastrukturbetreiber, die neue technische Lösungen zur automatisierten Schadensdokumentation einführen und als datenbasierte Dienstleistung für Bahnverkehrsunternehmen anbieten wollen. Der Ansatz ist übertragbar auf alle Vorhaben, in denen Hardware-Rollouts, Herstellerauswahl, Betriebskonzept und kaufmännische Steuerung erstmalig aufgebaut und koordiniert werden müssen – von der Ausschreibungsvorbereitung bis zur Übergabe in den stabilen Regelbetrieb.

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