Ausfall- und Auswirkungsprognosen auf Basis von Belastungsdaten – ohne aufwendige Sensortechnik

Ein Infrastrukturanbieter mit großem, dezentralem Anlagenbestand hatte mit einer hohen Störanfälligkeit der Anlagen zu kämpfen – bei gleichzeitig fehlender Sensorik. Wir haben Belastungskennziffern identifiziert, interne Daten aufbereitet und um weitere beeinflussende Faktoren ergänzt und daraus mit verschiedenen Prognose-, Data-Analytics- und KI-Methoden ein System entwickelt, das Ausfallwahrscheinlichkeit und Systemrelevanz jeder Anlage vorhersagt. Die Ergebnisse sind in Web-Simulationstools umgesetzt und in die Instandhaltungsprozesse integriert.

Herausforderung

Ausgangslage: Infrastrukturanbieter mit großem, dezentralem Anlagenbestand.

Problem: Hohe Störanfälligkeit der Anlagen, keine verbaute Sensorik.

Bedarf: Zur Optimierung der Instandhaltungsprozesse soll ein Prognosesystem entwickelt werden, welches die Ausfallwahrscheinlichkeit jeder Anlage und die damit verbundene Auswirkung auf das Gesamtproduktionssystem vorhersagen kann.

Vorgehensweise

1

Identifikation von Belastungskennziffern

2

Sammlung, Aufbereitung und Herleitung interner Daten und Integration weiterer beeinflussender Faktoren

3

Entwicklung und Anwendung verschiedener Prognosemethoden, Data-Analytics-Ansätze und KI-Methoden

4

Iterative Verbesserung der gewählten Methoden, Validierung der Ergebnisse

5

Umsetzung aller Ergebnisse in Web-Simulationstools

6

Integration in Instandhaltungsprozesse

Ergebnis

Ausfallwahrscheinlichkeit im Zeitverlauf und Systemrelevanz für jede von insgesamt über 10.000 Anlagen ermittelt und abgebildet

Prognosegenauigkeit von über 93 Prozent

Ausfallwahrscheinlichkeiten mittlerweile auf Ebene einzelner Bauteile einer Anlage ableitbar

Nutzung des Systems für die gesamte Präventionsplanung

"Die Prognosegenauigkeit hat uns wahnsinnig beeindruckt – Predictive Maintenance ohne umfassende Sensorik direkt umsetzbar!"

Anwendungsbereiche

Der Ansatz ist geeignet für Infrastrukturbetreiber mit großem, dezentralem Anlagenbestand, die ohne aufwendige Sensortechnik die Störanfälligkeit ihrer Anlagen prognostizieren und ihre Instandhaltungsprozesse datenbasiert optimieren wollen. Relevant ist er immer dann, wenn historische Belastungs- und Störungsdaten vorhanden sind, aber bislang nicht für eine systematische Priorisierung von Instandhaltungsmaßnahmen genutzt werden.

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